Inner cave of calm

Das ist ein Experiment.
Das sind meine Gedanken.
Das ist ungefiltert.

Manchmal ist es einfach da.
Dieses Gefühl. Ich wette du kennst es.
Ein Gefühl was dir sagt, du musst etwas machen.
Du musst etwas machen, egal was.
Produktiv sein. Da sein. An sein.
Etwas schaffen und erreichen. Den nächsten Schritt gehen und die Zeit nutzen. Jedes Fünkchen Ruhe effektiv und mit Sinnhaftigkeit füllen.
Sinnhaftigkeit: Etwas wonach unsere Generation mehr sucht, als vermutlich jede vor uns. Was wenn wir nicht jede Minute die wir haben sinnvoll füllen?
Was wenn wir nicht andauernd produktiv sind? Was wenn wir nicht andauernd besser werden und uns selbst optimieren?
Woher stammt der unsichtbare Druck und die Blicke auf Produktivität und Entwicklung? Wer darf Erfolg definieren und für wen?
Und wann darf es ein Minute, eine Stunde, einen Tag geben, in denen nichts passiert? Nichts nach vorne geht, nichts verbessert wird, nichts neues entsteht? Und was davon ist wichtiger?
Antworten darauf gibt es nicht. Jedenfalls keine, die richtig oder falsch sind. Keine allgemein gültigen Richtlinien oder Vorsätze, auch wenn diese aus der Gesellschaft heraus nur zu leicht heranwachsen und immer größer werden. Es gibt nur ein Wesen, was uns Antworten zeigen kann und uns führen kann — dort hin, wo wir uns selbst am nächsten kommen und wir den Zweck unserer Existenz begreifen, nach dem wir im Grunde alle suchen, ob wir es wissen oder nicht. Dieses Wesen bist du. Bin ich. Sind wir selbst.
Ich kenne den Ort, an dem ich mir diese Antworten geben kann — ich weiß ganz genau wie ich zu ihm gelange und welche Ausrüstung ich brauche um für eine Weile da zu bleiben. Und doch rutscht mir das Seil, welches ich brauche um dort hin hinab zu gleiten, beinahe täglich durch die Finger.

Es ist so leicht es zu greifen und noch leichter es fallen zu lassen: Das Seil hinab zur: Inner cave of calm.

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