Playground of Happiness

We lost our inner child

Es gab eine Zeit, zu der dieser Spielplatz unter freiem Himmel auf offenen Ebenen sein zu Hause fand. Offen in jede Richtung und nicht ein Ast oder Blatt hat die Energien der warmen Sonnenstrahlen von uns ferngehalten.
Frei von Gedanken, frei von einem falls, frei von einem aber, frei von einem was wäre wenn, sind wir über diesen Ort gerannt und haben entdeckt, geforscht, gelacht, gelernt, geweint, sind gefallen, aufgestanden und sind den Wegen gefolgt, die unsere Fantasie in den Sand gezogen hat.

Wir haben nicht gedacht und dann gehandelt. Haben nicht kalkuliert und dann umgesetzt. Haben nicht gefragt und auf ein Nicken gewartet. Wir waren Entdecker, wir waren Helden, wir waren Kämpfer, Erschaffer, Bastler, Forscher und Geniesser.
Wir haben uns nicht von unseren Pflichten führen lassen, uns nicht um die Maskerade anderer geschert und uns keine eigene gemalt.
Es gab keine Schublade, kein Profil, keine Schablone, in die wir passen mussten, die wir aufrecht erhalten mussten.
Wir wurden nicht bewertet, nicht mit Zahlen kategorisiert, die unsere Zukunft bestimmt haben.
Wir mussten nicht erst 100 Aufgaben erfüllen, um dann die eine machen zu dürfen, die wir wirklich lieben.
Wir mussten uns nicht anderen fügen, unsere Zeit in ihre Hände legen, ein Soll erfüllen, oder tun was gegen unseren eigenen Kompass spricht.
Wir haben uns nicht um unseren Ruf geschert, nicht was die anderen von uns dachten. Uns nicht gefragt, wie weit der Einfluss unseres Handels gehen könnte. Wir haben unsere Energien nicht gespart, nicht gewartet bis ein Ereignis eintritt, nach dem vermeintlich alles besser wird.

Nicht gewartet, bis das nächste Ziel erreicht war nach dem das Leben ganz anders und besser wird. Uns nicht von Sucht nach Produktivität und Fortschritt unterdrücken, überarbeiten und zerbrechen lassen.
Uns nicht beschwert wie anstrengend und schlecht alles ist, alle Verantwortlichkeit von uns gestossen, uns unseren Luxus nicht nehmen lassen und nicht die Augen vor denen verschlossen, die wirklich leiden.
Wir haben nicht in der Zukunft gelebt, nicht jeden Schritt in aller Vorsicht doppelt geplant und nicht gewartet bis der wirklich passende Zeitpunkt da war.

Wir haben uns nicht selbst für eine bessere Zukunft aufgehoben, bis für unser eigenes Leben, unser eigenes Ich, welches wir uns immer gewünscht haben, plötzlich zu alt waren.

All das mussten wir nicht sein. Nicht tun.
Nein — Wir mussten nur da sein, mutig sein, dabei sein, aufstehen wenn wir gefallen sind und die Hand greifen, die uns aufhelfen wollte, egal wer sie uns reicht.
Den Staub abklopfen und weiter rennen. Rennen, obwohl unsere Schuhe gerissen sind, obwohl wir eigentlich längst wo anders sein müssten, obwohl unsere Lunge brennt und wir längst keine Energie mehr haben — wir rannten weiter und konnten in unseren Gesichtern ein breites Grinsen finden.

Eines Tages belegten die ersten Schatten unsere Ebenen. Dichtes Gewächs zog die ersten Grenzen um unseren Spielplatz. Es wurde immer enger, immer dichter, immer dunkler.
All das führte uns immer weiter weg von der Lichtung, die noch übrig geblieben war — Mehr war nicht mehr da.
All die neuen schweren Blätter, die unsere Lichtung immer weiter verstecken, haben uns den Moment langsam verbleichen lassen und uns das Morgen gegeben, die Zukunft, ein Augenblick auf den wir alle hinarbeiten und doch rückt er mit jedem Schritt den wir gehen einen Schritt weiter nach vorne. Er ist nicht greifbar und das Leben über all dem Blätterdach, welches mit den Jahren über diesen einen Ort wächst, ist im nächsten Moment nicht so viel besser, wie wir es uns vorgestellt hatten.
All das Streben nach der Zukunft macht uns zu Reisenden, die vergessen auf ihrem Weg zum Ziel mal aus dem Fenster zu schauen, mal nach links und rechts zu schauen, den Pfad zu verlassen und wieder Entdecker werden, wieder das Unbekannte anzunehmen und jeden gelernten Zweifel, jede Angst und jede Logik von uns zu streifen und darauf zu blicken was vor uns liegt.
Uns mutig den Weg ins Unbekannte zu bahnen und tief, tief im Innern dieses Dschungels voller Chaos, Spontaneität und Freiheit etwas zu erkennen…

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